ZOOMUSIKOLOGIE

»Katzenmusik« – DialogSalon im Deutschen Hygienemuseum (30.11.2017)

»Katzenmusik« klingt wie ein kleinbürgerlicher Vorwurf gegenüber dissonanten Klängen und scheinbar bezugsfreien Geräuschen der Natur – dabei geht es dem gleichnamigen DialogSalon, den das Deutsche Hygiene-Museum in Kooperation mit dem KlangNetz Dresden e.V. veranstaltet, gerade um die musikalische Kommunikation von und mit Tier(kläng)en:

»Kulturwissenschaftliche Studien beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit Tierlauten, deren wissenschaftlicher Wahrnehmung, Imitation im künstlerischen Kontext und ihrer Bedeutung für die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Komponisten erfinden Musik aus Vogelstimmen oder benutzen in ihren Werken spezielle Frequenzen, die Katzen zufrieden machen. Wale versuchen mit Gesängen zu beeindrucken und verbreiten ›Lieder‹ über den ganzen Ozean, die von anderen Walgruppen nachgesungen werden. Musiker lassen sich auf ihren Instrumenten von Tiergeräuschen inspirieren und spielen gemeinsam mit Möwen oder Nachtigallen. Andere Tiere wiederum kommunizieren über Frequenzen, die für Menschen nicht hörbar sind. Tierische Lautäußerungen, welche mehr als nur kommunikative Funktionen haben, stehen in der erst vor wenigen Jahren etablierten Zoomusikologie im Fokus. Wissenschaftler stellen die Frage, ob Musik ein rein menschliches Phänomen ist. Der Dialog-Salon untersucht Gemeinsamkeiten in der musikalischen Aktivität und Rezeption von Mensch und Tier – eine Gratwanderung zwischen Naturwissenschaft und Musik.«

Ich freue mich auf die Moderation einer anregenden Gesprächsrunde mit: Marek Brandt (Fotograf, Klang- und Medienkünstler, Leipzig), Susanne Heiter (Musikwissenschaftlerin und Biologin, Universität der Künste Berlin), Steffen Krebber (Komponist, Dozent am Institut für Kunst und Kunsttheorie, Universität Köln), Prof. Dr. Martin Ullrich (Musikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Human-Animal-Studies, Hochschule für Musik Nürnberg).

 

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